Bergles-Apotheke
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Gesundheit heute

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Ernährungsmedizin

Man ist, was man isst. Doch: Was soll man essen? Und wie viel davon? Und wann? Die Antworten sind nicht einfach. Schließlich können Menschen sowohl in der gemüsefreien Arktis als auch in der kargen Sahelzone mit den vor Ort verfügbaren Nahrungsmitteln überleben. Der alteingesessene Bayer, der von Kindesbeinen an am liebsten Schweinebraten mit Knödeln verzehrt, leidet unter Umständen ebenso wenig unter Mangelerscheinungen wie der dogmatische Rohkostfan, dessen Speisekarte vor allem aus Obst und Gemüse besteht. Was die Ernährung angeht, scheint der Mensch also sehr flexibel zu sein. Oft geht es um den von Paracelsus festgeschriebenen Grundsatz: Die Dosis macht das Gift. Simple Erklärungen hat die Ernährungsmedizin trotzdem nicht zu bieten – in welche Richtung der Weg geht, weiß sie aber sehr wohl.
Bildquelle: j.chizhe/Shutterstock.com

Regionales Gemüse contra Superfood

Gesund, günstig, gutes Gewissen

Wer sich heute gesund ernähren möchte, sucht im Internet nach Superfood. Doch ein Besuch auf dem Wochenmarkt oder im heimischen Gemüsegarten bleibt weiterhin interessant. Regionale Hits sind mitunter gesünder, in jeden Fall aber günstiger.

Oft auch super-teuer

Superfood verspricht mehr zu sein als gewöhnliches Essen. Statt einfach nur satt zu machen soll es einen gesundheitlichen Zusatznutzen vermitteln, der beinahe an die Wirkung eines Arzneimittels heranreicht. Ein gutes Beispiel ist Kale. Das amerikanische Modenahrungsmittel soll unter anderem vor frühzeitiger Hautalterung, Rheuma und Krebs schützen. Das hat seinen Preis. Zu Chips verarbeitet kosten 10 g Kale in etwa einen Euro. Dabei ist Kale kein exotisches Gewächs. Ein Blick in das Wörterbuch enttarnt die vermeintliche Wunderdroge als gewöhnlichen Grünkohl.

So ersetzen Sie Superfood durch regionale Lebensmittel

Zwar findet man auf dem Wochenmarkt nicht immer die genaue Entsprechung für ein teuer gehandeltes Superfood. Doch es lohnt sich, genauer hinzusehen. Chia-Samen gelten wegen ihres hohen Gehalts an Quell- und Ballaststoffen als Diätwunder. Gleichzeitig schützen sie dank Omega-3-Fettsäuren vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rheuma. Als heimische Alternative bietet sich ein Mix aus Leinsamen und Nüssen an. Ähnlich verhält es sich mit der Goji-Beere. Sie ist bei weitem nicht die einzige Vitamin-C-Bombe. Ihr ebenbürtig sind Spinat, Kohl, gelbe Paprika, Hagebutten, Kiwi. Als Proteinlieferant lässt sich die Goji-Beere durch rote Linsen, Bohnen und Kichererbsen ersetzen.

Regionale Hits und ihre Vorteile

Bei verschiedenen Untersuchungen fanden Lebensmittelchemiker Pestizide, Schwermetalle, Schimmelpilze und Mineralöl im Superfood. Hinzu kommt, dass viele Trend-Lebensmittel eine ungünstige Ökobilanz aufweisen, weil sie lange Transportwege und energieaufwendige Verarbeitungsprozesse erfordern. Ob Superfood tatsächlich so super ist, bleibt eine Frage, die sich nur von Fall zu Fall beantworten lässt.

Quelle: Kaufmännische Krankenkasse KKH.

13.05.2019 | Von: Susanne Schmid; Bild: gpointstudio/Shutterstock