Bergles-Apotheke
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Gesundheit heute

Auf diesen Seiten finden Sie interessante Artikel rund um das Thema Gesundheit.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel

Gentechnisch veränderte Lebensmittel (Gen-Food) werden vor allem in den großen Agrarstaaten Nord- und Südamerikas produziert (besonders Soja und Mais). Die meisten Genmanipulationen dienen dem Schutz vor Insekten oder Pilzkrankheiten, machen Pflanzen widerstandsfähiger oder sollen sie für die Verarbeitung und Lagerung optimieren.

In Deutschland wird eine emotionale Debatte um gentechnisch manipulierte Lebensmittel geführt. Während viele Verbraucher gentechnisch hergestellte Medikamente begrüßen, lehnen die meisten Gentechnik in der Nahrung ab. Während sich oft befürchtete direkte gesundheitliche Nachteile (wie etwa die Auslösung von Allergien) in Studien eher nicht beweisen lassen, gibt es wissenschaftlich begründete Bedenken, dass sich die Gentechnik negativ auf die Artenvielfalt der Nutzpflanzen auswirken könnte. Die Gesetze zur Rückverfolgung und Kennzeichnung der Lebensmittel sind daher relativ streng. Vielen gehen sie jedoch nicht weit genug, z. B. müssen Lebensmittel erst ab einem Schwellenwert von 0,5 % gekennzeichnet werden. Milch, Eier und das Fleisch von mit genetisch veränderten Futtermitteln aufgezogenen Tieren fallen gar nicht erst unter die Kennzeichnungspflicht.

In deutschen Supermärkten sind praktisch keine als „genetisch verändert“ gekennzeichneten Produkte erhältlich – sie würden wohl auch keine Käufer finden. Um sie zu sehen, muss man schon in Nachbarländer (z. B. die Niederlande) fahren.

Weiterführende Informationen

  • www.foodwatch.de – Vom ehemaligen Greenpeace-Geschäftsführer Thilo Bode gegründete Verbraucherschutzorganisation: Kämpft mit Kampagnen für die Qualität von Lebensmitteln.

Von: Dr. med. Herbert Renz-Polster in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).

Lebensmittel richtig kühlen

Lagern von Grillfleisch & Co.

Bakterien lieben Wärme. Grillfleisch, Salatsoßen und Eis sollten deshalb immer gut gekühlt werden. Wie Lebensmittel bei Sommerhitze „cool“ bleiben. 

Bei Hitze Kühlschrank auf 2 Grad einstellen

Schon nach 20 Minuten ohne Kühlung kann sich aus empfindlichen Lebensmitteln wie Fleisch die Anzahl an E.-coli-Bakterien verdoppeln. Auch Salmonellen vermehren sich bei Hitze besonders gut. Um einer durchschlagenden Wirkung des Grillfests vorzubeugen, darf die Kühlkette deshalb nicht unterbrochen werden. Das gilt besonders für tiefgekühlte Produkte. Ist zum Beispiel Eis nach dem Transport schon angetaut und an den Rändern bereits flüssig, darf es nicht mehr eingefroren werden. Zu groß ist das Risiko, dass sich bereits gesundheitsschädliche Keime gebildet haben.
Bei Hitze sollte man immer mit einer Kühl- oder Isoliertasche einkaufen, empfiehlt Melanie Bauermann, Lebensmittelexpertin bei TÜV Rheinland. Haben es die Lebensmittel kühl bis nach Hause geschafft, ziehen Sie am besten sofort in den Kühl- oder Gefrierschrank um. In Hitzephasen ist es ratsam, den Kühlschrank auf etwa 2 Grad Celsius einzustellen, um eine ausreichende Kühlung zu gewährleisten. Zudem gehören dann auch Lebensmittel in den Kühlschrank, die dort sonst nicht aufbewahrt werden müssen, zum Beispiel angebrochene Grill-Saucenflaschen, Marmeladen und Säfte. Prinzipiell gilt: Auf der Glasplatte im Kühlschrank ist es am kältesten, und daher ist diese der beste Ort für Fleischwaren, Fisch und Käse.

Grillen und Picknick am besten mit Kühlbox

Steht vor dem Grillfest eine längere Fahrt an, eignen sich Kühlboxen für den Lebensmitteltransport. Gut platziert sind sie im Fußraum hinter den Vordersitzen oder im Kofferraum. Sie werden mit Akkus oder Strom gekühlt. Die klassische Kühlbox, bestückt mit zwei Kühlakkus, ist ideal für zwei- bis vierstündige Ausflüge. Für längere Touren empfehlen sich Boxen mit Stromanschluss und eigenem Kühlaggregat. Sie lassen sich entweder über den Zigarettenanzünder an die 12-Volt-Autobatterie oder per Netzstecker an das 230-Volt-Stromnetz anschließen. Billig sind sie nicht, doch dafür halten sie den Imbiss frisch solange der Strom fließt. Wird der Stromfluss unterbrochen, helfen auch hier Kühlakkus, die gewünschte Temperatur noch eine Zeit lang zu halten.
Aber Achtung: Bei längeren Standzeiten ist darauf zu achten, dass die Kühlbox die Autobatterie nicht vollkommen entleert. Hier schafft ein Batterieschutz Abhilfe, der in manchen Boxen fest eingebaut ist oder als Zubehörteil zwischen Batterie und Box geschaltet wird. Er stoppt die Stromzufuhr zum mobilen Kühlschrank rechtzeitig: So lässt sich das Auto starten und die Reise kann weitergehen.

Quelle: TÜV Rheinland

18.05.2020 | Von: Sandra Göbel; Bild: G-Stock Studio/Shutterstock.com